„Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen

und die Alten ehren und sollst dich fürchten

vor deinem Gott; ich bin der HERR!“

(Levitikus, Kapitel 19; Vers 32)

Zwei Mal pro Schultag 15 Kilometer Busfahrt, und das neun Jahre lang, mit diesen nüchternen Zahlen lässt sich meine Fahrschüler- Karriere beschreiben. Im Bus unterwegs galt vor allem eine Regel: Wenn für erwachsene Fahrgäste kein Sitzplatz frei ist, stehen die heranwachsenden Fahrgäste auf -von der Fahrertür aus beginnend nach hinten und von der fünften Klasse aufsteigend zur dreizehnten.
„Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen“, ich hätte als Kind mit meinen Klassenkameraden erklären dürfen: Das haben wir erfüllt, rückblickend muss ich sagen, sogar übererfüllt, denn als Zehnjährige hielten wir Dreißigjährige schon für steinalt  und boten ihnen unsere Plätze an.                                                                                                                                                
Aber nicht erst seit heute ist mir klar, dass es um mehr geht als um Sitzplätze in diesem Bibelvers aus dem „Heiligkeitsgesetz“ des dritten Mosebuches (Levitikus).
Es geht um Raum und Würde. Die „Weisungen“ des Buches Levitikus sind nach dem „Babylonischen Exil“ (587- 538 v. Chr.) verschriftlicht worden und wurden Mose in den Mund gelegt als das Volk Israel am Gottesberg lagerte. Sie klären das Leben der Israeliten untereinander und ihre Dienste für Gott zu ihrer Zeit. Alte waren damals auf die Fürsorge der Jungen angewiesen und darauf, dass ihnen weiter Raum gewährt  wurde in der Gemein-schaft. Das heißt in biblischer Tradition: „die Alten ehren“. Heute, in unserem Land, ist die Ehre der Alten eine Sache der großen Sozialpolitik und der Lebenspraxis in unseren Gemeinden.                                                                                                                                            
Wohin  wird die Reise gehen? Die Ehre mancher Alter ist jetzt schon angekratzt, wenn sie von Armut bedroht sind. Wohin wird die Reise gehen? Die Würde mancher Alter ist jetzt schon verletzt, wenn für sie Lebensumstände bedrohlich wirken.
Wir brauchen Orte der Gemeinschaft, wo Lasten von allen Starken getragen werden, wo alle Generationen sich sehen und erfahren: Es ist Raum da für jeden- unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft, Einkommen und was sonst noch uns Menschen manchmal trennt. Solche Orte, vermute ich, gedeihen am ehesten da, wo wir Gott  groß sein lassen.

Ihr

Harald Merz, Pf.

 

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