„Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen!“, wagt Petrus in einem Verhör dem Druck der politisch-religiösen Führung in Jerusalem standzuhalten, rechtfertigt damit sein öffentliches Bekenntnis von Jesus, dem gekreuzigten und auferweckten Heiland- und gefährdet um seiner Wahrheit willen sein Leben.
„Ein Verbrechertum kann keinen deutschen Sieg erringen. Trennt euch rechtzeitig von allem, was mit dem Nationalsozialismus zusammenhängt…“, endet das 5. Flugblatt der „weißen Rose“. Hans und Sophie Scholl, Medizinstudenten in München und von christlicher Ethik geprägt, riskieren Kopf und Kragen im Widerstand. Eine Woche nach ihrer Verhaftung werden sie hingerichtet.
„Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen!“, hörte die „Weiße Rose“ auf ihr Gewissen.
Deniz Yücel, langjähriger Mitarbeiter  der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, fragte bei einer gemeinsamen Pressekonferenz  von Davatoglu (Türk. Ministerpräsident) und Merkel  in der Türkei (Bundeskanzlerin) im Februar die Bundeskanzlerin, warum sie zu den Menschenrechtsverletzungen in der Türkei schweige und weiter, weshalb sie nicht das Wort ergreife für die (damals schon) rund 150 eingesperrten Journalisten und für Presse- und Meinungsfreiheit.  Er wurde als PKK-Freund und Religionsfeind (dafür wird jemand in der Türkei heutigen Schlages schon mal gelyncht) denunziert und wenige Tagespäter ins Gefängnis geworfen.
Der Mann, geboren 1973 in Flörsheim am Main, ging mit seinem Einsatz für das Menschenrecht auf freie Meinungsäußerung ein hohes Risiko ein.
Nicht nur das verbindet ihn, der - wie ich vermute - keiner christlichen Kirche angehört, mit Petrus und der „Weißen Rose“, mit Hans und Sophie Scholl und ihren Mitstreitern, sondern der unbedingte Einsatz für Menschenrechte, seien es nun Religionsfreiheit, Recht auf körperliche Unversehrtheit oder freie Meinungsäußerung.

Ich zähle mich mit meinen 62 Jahren zu den Christen der 80. Generation, eine Generation rechne ich mit 25 Jahren. Aus meiner Sicht ist weder Petrus noch die „Weiße Rose“ gescheitert, und der Journalist Yücel wird auch nicht zu den Gescheiterten gehören- weder in der „westlichen Welt“, wo die Pressefreiheit gefährdet ist, noch in der Türkei, wo sie am Boden liegt. Ach, ob Bundeskanzlerin Angela Merkel angesichts der jüngsten „Türkei- Erfahrungen“ wohl anders als ausweichend antworten würde, käme sie nochmal zum Zuge?

„Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen!“

Ihr

Harald Merz, Pf.

 

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